Hämmerle Ferienwohnungen, Ferienhäuser und Weingüter / Sprachkurse und Kochkurse in der Toskana und in Umbrien
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Reiseberichte - Besuch beim Palio in Siena

Gedränge beim Palio in Siena - Kundenreiseberichte -  Italien-Spezial - Vermittlung von Ferienwohnungen in Italien: Heidrun Hämmerle www.toskana-spezial.com
© www.sxc.hu / rara2000
Bei einem unserer vielen Reisen in die Toskana wollten wir endlich einmal nach Siena zum Palio fahren, dem berühmten Pferderennen, bei dem die unterschiedlichen Stadtviertel (contrade) gegeneinander antreten.

Es war im Hochsommer mitten im August. Wir fuhren mit dem Zug bereits am Vormittag in die Stadt, um noch genug Zeit zu haben, die Piazza del Campo zu erreichen und uns einen Platz zu sichern.

Leider hatten wir keinen Platz auf den Tribünen reserviert, die rundherum um den Platz aufgebaut waren. Wir bekamen einen Stehplatz ziemlich in der Mitte der Piazza. Nun galt es zu warten und zu warten. Gott sei Dank hatten wir Kopfbedeckungen, Sonnencreme und Getränke dabei, aber trotzdem wurde die Mittagshitze auf dem Platz unerträglich. Wir setzten uns auf den Boden, kamen mit anderen Touristen ins Gespräch und versuchten uns irgendwie die Zeit zu vertreiben, obwohl wir befürchteten, einen Sonnenstich zu bekommen.

Inzwischen hatte sich der Platz gefüllt. Am Nachmittag machte sich eine allgemeine Aufregung breit, aber wir konnten, obwohl wir aufgestanden waren, so gut wie nichts sehen. Wir standen dichtgedrängt auf dem Platz, der irgendwann für das Rennen abgesperrt wurde.
Panikartige Gefühle kamen hoch: was wäre, wenn ich jetzt umkippen würde? Käme ich überhaupt noch hier raus?

Irgendwann nach stundenlangem Warten begann das Rennen, das keine zwei Minuten dauerte. Die Menschenmenge um uns herum wogte, sodaß wir Mühe hatten, uns auf den Beinen zu halten. Gesehen haben wir fast nichts. Dann war es auch schon vorüber. Es dauerte lange, bis wir den Platz verlassen konnten, Menschenmassen schoben sich durch die Straßen.

Wir waren recht enttäuscht von diesem Erlebnis. Siena ist eine unserer italienischen Lieblingsstädte, doch wir besuchen sie lieber, wenn es ruhig dort ist und wir das einmalige Ambiente in Ruhe genießen können.

Wer wirklich Interesse am Palio hat, sollte unserer Meinung nach versuchen, Karten auf der Tribüne zu erwerben, vielleicht sogar einen einheimischen Führer zu engagieren, der einem die Tradition und die Begeisterung nahe bringen kann. Dann ist es sicher ein tolles Erlebnis.

Katharina und Hardy T. aus Puchheim