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Porta del Cielo (Tor des Himmels) in Siena

  • Der Dom Innenraum von oben
  • Über den Dächern des Doms
  • Piazza del Campo

Im Oktober 2015 verbrachten wir eine Woche im Podere Campaini in der Nähe von Volterra – ideal gelegen, um alle sehenswerten Städte der Toskana bequem mit dem Auto zu erreichen.

Etwa eine Stunde Autofahrt entfernt liegt Siena mit seinem – für uns – schönsten Platz der Welt: dem Campo. Auf dem halbrunden muschelförmigen Platz findet zweimal im Jahr das berühmte Pferderennen Palio statt. Einen überwältigenden Blick auf den Platz hat man vom 102 Meter hohen Torre del Mangia des Palazzo Pubblico – dafür bezahlt man 10 Euro Eintritt pro Person. Der Aufstieg ist gut zu bewältigen, da die Treppen im Inneren des Turmes liegen – nur das letzte Stück oberhalb der Aussichts-Plattform liegt quasi im Freien – doch das muss nicht unbedingt sein. Um anschließend das Treiben auf dem Campo in aller Ruhe und nur wenige Meter über dem Boden genießen zu können, setzten wir uns auf den Balkon eines der beiden Lokale, bei denen dies möglich ist – übrigens viel preisgünstiger als in den Cafés auf dem Platz – und mit viel besserer Aussicht. Die schmalen Balkone befinden sich am nordöstlichen Ende des Platzes (Ecke Via Rinaldini) und sind über eine enge Treppe und einen niedrigen Gang zu erreichen. In der Bar Key Largo gibt es Kaffee und kalte Getränke, in der Salumeria Il Cencio leckere Panini, die auf Wunsch belegt werden. 

Wir hatten uns vorgenommen, alle erdenklichen Türme und Kuppeln der besuchten Städte zu erklimmen. Daher ging es in Siena nochmals ganz nach oben – zum Tor des Himmels. Erst seit kurzem kann man bei dieser geführten Tour „Porta del Cielo“ (in italienischer oder englischer Sprache) etwa eine halbe Stunde lang AUF die Dächer und Gewölbe des Domes steigen. Dies kostet 15 Euro pro Person und ist 2016 ab dem 9. März möglich und unbedingt empfehlenswert.  Bisher war dieser Bereich nur den Architekten und Handwerkern vorbehalten, deren Werkzeuge und Entwürfe im Kuppelraum zu sehen sind. Während der Tour läuft man AUF dem Kirchenbau umher und kann abwechselnd in den Innenraum der Kirche und nach außen sehen – herrliche Ausblicke auf Details im Altarraum, der Kuppel, der Fenster, der Fassade. Der goldene Sternenhimmel auf blauem Grund in der Kuppel und im Gewölbe des Mittelschiffes wirkt aus der Nähe noch viel prächtiger. Alles ist durch Gitter oder Plexiglas-Scheiben abgesichert, sodass es auch für Menschen mit Höhenangst einfacher zu bewältigen ist als beispielsweise die Kuppel des Florenzer Doms oder die Treppe auf den Torre Grossa in San Gimignano.

Karin B., 2015