Volterra - Stadt der Etrusker und des Alabasters

  • Blick von Volterra
  • Blick auf die karge, zerfuchte Hügellandschaft - Die Felsabbrüche und Geröllhalden sind das Produkt jahrhundertelanger Erosion, hier im Gebiet Le Balze im Nordwesten Volterras gut sichtbar.

Eine schmale und kurvenreiche Landstraße führt nach Volterra. Bereits aus der Ferne sieht man die Stadt wie eine Festung auf einem Hügel liegend. Im Gegensatz zu San Gimignano ist Volterra größer und etwas städtischer.

Neben den schönen Gassen und eindrucksvollen Plätzen, allen voran die Piazza dei Priori im Zentrum, hat die Stadt zwei Attraktionen: das Museo Guarnacci, das weltberühmte Etrusker-Museum, sowie das Alabaster-Handwerk.

Im Museo Guarnacci finden Sie u.a. über 600 etruskische Urnendeckel und die bronzene Votivgestalt "L'Ombra della Sera", die es als Nachbildung überall zu kaufen gibt und durch ihre Ästhetik auch heute noch besticht. Obgleich für Familien mit Kindern vielleicht nicht so interessant, so empfehlen wir doch allen Toskana-Reisenden, hier die Gelegenheit zu nutzen, um sich mit den Etruskern zu beschäftigen, die ihre Blütezeit vom 8. bis ins 4. Jh. v. Chr. hatten, bevor sie sich den Römern unterwarfen. Fast alles, was dieses Volk der Nachwelt hinterlassen hat, deutet darauf hin, daß es sich sehr mit dem Leben nach dem Tod beschäftigt hat. Den Toten bauten die Etrusker ganze Wohnstädte, die Nekropolen. Die Vielfalt der Grabbeigaben ist überwältigend.

Alabaster ist eine feinkörnige Variante des Minerals Gips und hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Marmor. Albaster kommt in den Farben weiß, rot und grau vor. Besonders berühmt ist der weiße Alabaster aus Volterra. Zahlreiche Alabaster-Werkstätten säumen die Straßen, doch leider haben sich einige inzwischen dem Geschmack touristischer Massen gebeugt.